Klassisch schön: Holztüren!

Moderne Außentür aus Holz (Quelle: Hoermann)
Moderne Außentür aus Holz (Quelle: Hoermann)

Holz ist mit einem Anteil von ca. 60% der am häufigsten eingesetzte Werkstoff bei Türen. Die zahlreichen Vorteile des klassischen Werkstoffs sorgen für anhalten Erfolg im Türensektor. Holz verbindet eine hohe Festigkeit mit einem geringen Gewicht. Auf Grund vergleichsweise geringer Produktionskosten bleiben Holztüren seit jeher wettbewerbsfähig. Holz bietet viele Vorteile bei der Wärmedämmung. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz der ökologische Baustoff schlechthin. Darüber hinaus bietet Holz umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten und ist ideal für eine behagliche Atmosphäre im Raum.

 

Die Qualität des Werkstoffs hängt auf Grund Hunderter Holz- bzw. Baumarten in Verbindung mit verschiedenen Verarbeitungsformen als Furnierholz oder Holzwerkstoff entscheidend von den ausgewählten Materialien ab.

 

Es werden drei grundsätzliche Formen der Verarbeitung unterschieden:
 

  • Massivholz
  • Furnierholz
  • Holzwerkstoffe

Holzwerkstoffe (HWS)

Holzwerkstoffe entstehen durch Auflösung der natürlich gewachsenen Holzstruktur durch mechanische und chemische Bearbeitung und Aufbau eines neuen Gefüges mit neuer Dimension, meist unter Verwendung von Bindemitteln. Holzwerkstoffe werden unter der Zielsetzung bestimmter funktionaler Anforderungen hergestellt und sind somit mehr als ein kostengünstiger Ersatz für Massivhöler oder Furniere.Die Türenindustrie setzt vorwiegend folgende Holzwerkstoffe ein:

  • Spanplatten
  • Flachpressplatten
  • Strangpressplatten
  • Sperrholz
  • Furnier
  • KERTO-Furnierschichtholz
  • Mitteldichte Holzfaserplatte (MDF)
  • Hochdichte Faserplatte (HDF)
  • Grobspanplatte (OSB)
  • Tischlerplatte

Furnier

Als Furnier bezeichnet man mit hochwertigeren Holzblättern belegte Hölzer oder Holzwerkstoffe. Bei dem fast 3000 Jahre alten Verfahren verbindet man ein äußerlich edleres Material mit den ökonomischen Vorteilen von Holzwerkstoffen oder minderwertigerer Hölzer. Die Blätter werden vom Baumstamm geschält gesaägt oder gemessert und sind gemäß DIN 4079 etwa einen halben bis 1 Millimeter dick. Furniertüren werden auf Grund der geringeren Witterungsbelastung vorwiegend als Innentüren verwendet.


Massivholz

Im Gegensatz zum Furnier oder zu den Holzwerkstoffen spricht man von der Massivholztür, wenn der verwendete Werkstoff vollständig aus einem natürlichenHolz besteht, also kein Furnier oder HWS ist und keine Hohlräume besitzt. Manbezeichnet Massivholz auch als Vollholz. Die genaue Bezeichnung der Holzarten sowie verschiedene Qualitätsmerkmale lassen sich der entsprechenden DIN-Norm (DIN 4076 Teil 1) entnehmen.