Einbruchschutz-Maßnahmen

Unabhängig davon, ob eine bestimmte Widerstandsklasse erreicht werden soll oder die Einbruchsicherheit subjektiv als zu niedrig erachtet wird, bieten sich verschiedene Maßnahmen an, um den Schutz zu erhöhen. Die Grundlage der der Entscheidung über etwaige Maßnahmen sollte das Ergebnis einer umfassenden Schwachstellenanalyse sein, also die Beantwortung der Frage, welche der Türen-Elemente als zu schwach erachtet werden. Wichtig dabei ist, bei der schwächsten Stelle zu beginnen, denn die Tür ist nur so sicher wie ihre schwächste Stelle. Es hilft beispielsweise nicht ein besseres Schloss einzubauen, wenn die Bänder so schwach sind, das massives Gegendrücken diese aus der Verankerung holt.

 

Grundsätzlich kann es sich dabei um Nachrüst- oder Austauschmaßnahmen handeln. Ausgetauscht werden können die Elemente, die Schwachstellen darstellen oder letztlich auch die gesamte Einheit.

 

 

Nachrüsten

Ausgehend von einer „normalen“ Tür, können folgende Elemente als Bestandteile der Tür betrachtet werden:

 

  • Türblatt/Füllungen
  • Rahmen
  • Bänder
  • Schloß
  • Schließblech

 

Die Nachrüstung besteht somit in erster Linie im Anbringen zusätzlicher Schlösser oder Verriegelungen.

 

Häufig ist die erste Maßnahme die Montage eines (zusätzlichen) Riegelschlosses, das von außen und innen abschließbar ist. In der Regel wird das in Kastenbauweise konstruierte Schloss an der Innenseite auf das Türblatt aufgesetzt. Der Riegel führt in den in der Wand bzw. in der Zarge verankerten Schließkasten. Wohlgemerkt sichert diese Konstruktion nur nach der Tür-Öffnungsseite ab.

 

Eine deutlich sicherere Variante stellt das Querriegelschloss dar, denn es geht über die gesamte Breite der Tür und sichert somit nach beiden Seiten ab und verstärkt gleichzeitig das Türblatt.

 

Bei der Verwendung eines zusätzlichen Riegelschlosses wird – wie oben erwähnt – die Tür nur nach einer Seite gesichert. Die neue Schwachstelle könnte somit auf der entgegen gesetzten Seite, der Bandseite liegen. Die Sicherheit auf der Bandseite kann mit Hilfe von Scharnierseiten- oder Hintergreifsicherungen erhöht werden. Diese Sicherungen arbeiten wie Schlösser und verstärken den Widerstand, der sonst nur von den Bändern geleistet werden muss.

 

Eine weitere Sicherungsmaßnahme gegen das Eindringen von unliebsamen Gästen ist der Türspion, der in Außentüren schon zum Standard geworden ist. Sollte der Türspion fehlen, so sollte er nachgerüstet werden. Eine einfache Maßnahme mit großem Effekt.

 

 

Austausch

Das Nachrüsten von einzelnen Elementen bringt eine selektive Verbesserung der Sicherheit. Prinzipiell ähnlich verhält es sich beim Austausch von einzelnen Elementen. Diese können durchaus den Normen für einbruchhemmende Bauteile entsprechen, eine Gewährleistung für die korrespondierende Sicherheit ist jedoch erst gegeben, wenn alle Elemente der Tür-Einheit aufeinander abgestimmt sind. Das wird in der Regel durch Austausch der gesamten Tür erreicht.