Türschloss

Einsteckschloss

Einsteckschlösser stellen quasi den Standard für die klassen Innen- und Außentüren dar. Im Gegensatz zum früher stärker verbreiteten Kastenschloss, das auf das Türblatt aufgesetzt wird, wird das Einsteckschloss in einer Aussparung im Türblatt eingesetzt. Das Einsteckschloss weist folgende Bestandteile auf:
 

  • Schlosskasten
  • Schlossdecke
  • Schlossboden
  • Schlossstifte
  • Stulp
  • Falle
  • Riegel
  • Drückernuss
  • Zuhaltung
  • Drückerhochhaltefeder
  • Fallenfeder
  • Zuhaltungsfeder
  • Wechsel
  • Nussfeder (auch Kontréfeder)

Schließprinzip

Das am häufigsten verwendete Schließprinzip basiert auf Stiften. Dabei sorgen nacheinander angeordnete Stifte für die die Verriegelung. Der Schließzylinder kann nur gedreht werden, wenn die Stifte soweit nach oben gedrückt werden, dass dieser nicht mehr durch die Stifte blockiert wird. Wie die nebenstehende Abbildung zeigt, drückt de Bart des Schlüssels beim Einschieben die Stifte entsprechend nach oben.


Abb. 1: Geschlossenes Zylinderschloss.

Abb. 2: Der Bart des Schlüssels drückt die Stifte bis zur gewünschten Höhe nach oben.

Abb. 3: Das Schloss kann geöffnet werden.

Die Grafiken verdeutlichen das Prinzip des Einsteckschlosses, das auf Stiftzuhaltungen basiert.
Abb. 1: Geschlossen
Abb. 2: Schlüssel im Schloss
Abb. 3: Geöffnet

Bilderquelle: Diese Bilder stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist GWirken.

 

Schloss-Varianten

Rohrrahmenschlösser

Für industriell gefertigte Rohrrahmentüren aus Kunststoff oder Metall - als Alternative zur klassischen Holztür - werden Rohrrahmenschlösser verwendet. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zum klassischen Einsteckschloss sind die geringeren Dornmaße.

 

Wechselfunktion

Außentüren sind in der Regel mit einer Wechselfunktion ausgestattet. Dadurch lässt sich die Tür von der Außenseite ausschließlich mit dem Schlüssel öffnen ohne dass ein Türdrücker vorhanden sein muss. Mittels Schlüsseldrehung werden Verriegelung und Falle gleichzeitig betätigt.

 

Mehrfachverriegelungen

Zur besonderen Absicherung gegen Einbruch werden Mehrfachverriegelungen eingesetzt. Dabei befinden sich zusätzliche Verriegelungen im oberen und/oder unteren Bereich der Tür. Die Schließsteuerung erfolgt über ein Gestänge zwischen zentraler Schließeinheit und der zusätzlichen Verriegelung.

 

Selbstverriegelnde Schlösser

Besondere Sicherheit liefern selbstverriegeldnde Schlösser zum Beispiel bei Wohnungsabschlüssen. Ein einfaches zuziehen der Tür führt zu einer selbsttätigen Verriegelung, welche rein mechanisch funktioniert und somit keinen Strom benötigt. Die Selbstverriegelungsmechanik ist auch in Kombination mit einer Mehrfachverriegelung möglich.

Schlösser für Feuer-, Rauch- und Einbruchschutz

Feuer- und Rauchschutz

Einsteckschlösser nach DIN 18250 erfüllen die gesetzlichen Anforderungen für Feuer- und Rauchschutztüren.


Einbruchschutz

In Bezug auf die Anerkennung als einbruchhemmende Tür ist die DIN V EN 1627 zu erfüllen. Diese richtet sich auf die gesamte Tür. Ein Austausch des Schlosses zieht somit eine weitere gutachterliche Prüfung nach sich.